Nach der denkmalgerechten Wiederherstellung der Villa und des Gartens Max Liebermanns wurde das Haus im April 2006 dauerhaft als Museum für das Publikum geöffnet.
In den Räumen der ersten Etage, die in behutsamer Veränderung den musealen Anforderungen angepasst wurden, sind Gemälde, Pastelle und Grafiken des berühmten Künstlers zu sehen.
Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die in Wannsee entstandenen Werke: Bilder von der Blumenterrasse, vom Staudengarten sowie vom Birkenhain und der sich zum Wannsee erstreckenden großen Rasenfläche. Die Ausstellung bietet dem Besucher damit die einmalige Möglichkeit, die Werke Liebermanns am Ort ihrer Entstehung und in unmittelbarer Nähe zu ihren Motiven zu erleben. Es genügt ein Blick aus dem Fenster um die Unmittelbarkeit der Blumenpracht, die den Künstler inspirierte selbst zu erfahren.
In Ergänzung der Gartenbilder sind Werke mit Familienmotiven und Porträts bekannter Persönlichkeiten ausgestellt (darunter z.B. der Chirurg Ferdinand Sauerbruch), die sich von Liebermann malen ließen. Die Zusammenstellung dieser Bilder verdeutlicht den intimen Charme des ehemals privaten Sommerhauses.
Unter den rund 40 ausgestellten Werken befinden sich langfristig zur Verfügung gestellte Leihgaben der Berliner Alten Nationalgalerie, der Hamburger Kunsthalle und der Dresdner Gemäldesammlung und einiger privater Sammler.
Im Erdgeschoß informiert eine Dokumentationsausstellung über das Leben der Familie Max Liebermanns sowie über das wechselvolle Schicksal des Hauses. Grafiken und historische Fotografien geben einen Eindruck davon wie die Räume zu Lebzeiten des Künstlers aussahen.
Der Garten ist heute so wiederhergestellt, wie Max Liebermann ihn damals unterstützt von dem Leiter der Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark plante. Grundlage für die Rekonstruktion waren Bilder, Fotografien und Briefe, in denen sich Max Liebermann zum Teil ausführlich über seine Gartenplanung äußerte. Besondere Anziehungspunkte sind hier historische und selten gewordene Pflanzen, wie z.B. die Tithonie, und der Gemüsegarten, in dem - wie früher überall - Kohl, Bohnen und Tomaten wachsen. Vor allem die für Liebermanns Gartenkonzept typische Verbindung von Gemüse- und Staudengarten ist es, die den heutigen Besucher fasziniert. Durch Farbenpracht und große Vielfalt vermag sie Geist und Sinne auf ganz unmittelbare Weise anzuregen.
Auf der Terrasse des Hauses kann man den Blick über Garten und See schweifen lassen und bei warmen oder kalten Getränken sowie Kuchen oder anderen kleinen Speisen aus dem Café Max die besondere Atmosphäre von Max Liebermanns „Schloß am See“ genießen.